Worauf es ankommt. [Selfpublishing?]

Am Ziel angekommen zu sein, das heißt: Du hast es geschafft!
Aller Anstrengung zum Trotz bist du nun hier: Der letzte Satz, das letzte Wort, ein letzter Punkt.

Punkt.

Da kann der Cursor noch so erwartungsvoll blinken. Jede Geschichte ist irgendwann einmal auserzählt.

Was kommt dann?
Viele gehen nun den Weg des Selfpublishing. Es verspricht: Mehr Möglichkeiten, mehr Rechte, mehr Selbstbestimmung – mehr Freiheit!
Und mehr Geld. Geld, Geld, Geld.
Und: Mehr Arbeit.
Aber nein, du möchtest deinen eigenen Weg geht, du möchtest selbst entscheiden, du möchtest es in die eigenen Hände nehmen: das ganze Marketing, die Werbung, die Buchhaltung und das Risiko – wenn du auf tausenden bedruckten Seiten sitzen bleibst.

Selfpublishing ist das Upgrade vom Autor zum Unternehmer. Mit allen Konsequenzen und Herausforderungen, die die Eigenvermarktung mit sich bringt.

In jedem Fall brauchst du Zeit: Marketing muss stetig betrieben werden, um dauerhaft Früchte zu tragen. Selfpublishing heißt: Nach dem Ende ist vor dem Ende. Jetzt fängt die Arbeit am Buch erst richtig an. Geschafft hast du es, wenn…?

Bei all der Zeit, die du aufwendest:
Worauf kommt es an beim Schreiben?

~ den Gedanken im Kopf eine Struktur zu geben, sie zu fassen und in Worte zu kleiden, zu sehen, wie eine Welt entsteht und darin deine Figuren zu bewegen ~

Ich schreibe des Schreibens willen. Um der Geschichte in meinem Kopf ein Zuhause zu geben.

Und du?

Wenn die Geschichte gut ist, findest du einen Verlag, auch wenn es nur ein kleiner ist.
Er weiß, was zu tun ist, er kennt sich aus, er hat das, was man eine Struktur nennt: Jene Mechanismen, die ein Buch auf dem Markt verorten.
Bekanntermaßen kostet all das Geld.
Aber all die Zeit, die du ins Selfpublishing steckst, muss ja auch bezahlt werden – an welcher Stelle rentiert sich das?
Der Buchverlag nimmt dir die Rechte – aber auch die Sorgen.
Und dann hast du alle Zeit der Welt: Zum Schreiben.

Denn darauf kommt es an, oder?

Photo by Janko Ferlič on Unsplash

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Interessanter Artikel. Eine damalige Freundin hat ihr Buch bei Bod selber veröffentlicht und ich konnte ihr quasi bei dem ganzen Krams über die Schulter gucken…. für mich würde das auch nicht in Frage kommen, denn die ganze Freude darüber den Roman beendet zu haben verschwindet rasend schnell in dem ganzen Planungschaos… wenn ich einen Roman bis zum Wort ENDE schreiben sollte würde ich es bei Verlagen versuchen und ansonsten in die nächste Druckerei gehen und es nur für mich als Einzelexemplar drucken lassen.

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    1. Ein Einzelexemplar will ich mir auch mal zulegen – schon allein, um meine Version zu konservieren, bevor das Lektorat seine Korrekturen vornimmt^^

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  2. Meine Geschichten entstehen meist erst beim und durchs Schreiben. Der letzte Punkt ist auch bei mir wichtig. Aber nicht weil dann die Sorgen ums Selfpublishing beginnt, sondern weil erst dann die Geschichte aus meinem Kopf ist und ich sie wieder loslassen kann.

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